Die Leistung im Überblick
Ziel der Beurteilung
Arbeiten mit Absturzgefahr, wie in der Bau- oder Wartungsbranche, können zu schweren Unfällen und Verletzungen führen. Die Beurteilung dient der Überprüfung der körperlichen und psychischen Eignung für Tätigkeiten in großen Höhen, um das Unfallrisiko zu minimieren.
Eignungsbeurteilung
Beschäftigte, die in absturzgefährdeten Bereichen arbeiten, wie auf Dächern, Gerüsten oder in tiefen Schächten, sollten regelmäßig an der Untersuchung teilnehmen. Für Beschäftigte unter 40 Jahren gelten dabei besondere Untersuchungsintervalle.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Arbeitgeber sollten nicht nur die Eignungsbeurteilung durchführen lassen, sondern auch geeignete Sicherheitsmaßnahmen, wie Absturzsicherungen und Schulungen zum Verhalten in Höhen, gewährleisten. Arbeitsmedizinische Vorsorge nach der ArbMedVV umfasst keinen Nachweis der gesundheitlichen Eignung für berufliche Anforderungen. Die hier angebotene Eignungsbeurteilung ist deshalb von der Vorsorge zu unterscheiden. Ob und auf welcher Grundlage sie im konkreten Beschäftigungsverhältnis erforderlich ist, ist gesondert zu klären.
Ablauf der Untersuchung
Anamnese:
Abfrage von gesundheitlichen Problemen, wie Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Höhenangst, die das Risiko bei Arbeiten in großer Höhe steigern könnten.
Körperliche Untersuchung:
Überprüfung des Herz-Kreislauf-Systems und der allgemeinen körperlichen Fitness, um die Eignung für Arbeiten in der Höhe zu beurteilen. Dazu kommen Urinstatus, Blutbild, Ruhe-EKG, Lungenfunktionstest, Hör- und Sehtest sowie Perimetrie.
Psychische Eignung:
Ggf. Überprüfung der psychischen Belastbarkeit und der Fähigkeit, in Stresssituationen ruhig und besonnen zu handeln.