Die Leistung im Überblick
Ziel der Vorsorgeuntersuchung
Obstruktive Atemwegserkrankungen, wie Asthma oder chronisch obstruktive Bronchitis, können durch bestimmte Arbeitsbedingungen ausgelöst oder verschlimmert werden. Die Vorsorge dient der Früherkennung und Vermeidung solcher Erkrankungen die durch Tätigkeiten mit atemwegswirksamen, sensibilisierenden oder chemischen bzw. toxischen Stoffen entstehen können.
Vorsorgepflicht und -angebot
Ob Pflichtvorsorge zu veranlassen oder Angebotsvorsorge anzubieten ist, richtet sich nach dem jeweiligen Gefahrstoff und den Expositionsbedingungen in Anhang Teil 1 ArbMedVV. Eine Tätigkeit in einer bestimmten Branche oder häufige inhalative Belastung allein reicht nicht für eine pauschale Zuordnung.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Neben der Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen sind technische Maßnahmen zur Minimierung der Belastung erforderlich, wie Absauganlagen, Begrenzung der Expositionszeit und der Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen (z. B. Atemschutzmasken) unter Beachtung des individuellen Gesundheitszustandes.
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung
Anamnese:
Abfrage von Atemwegsbeschwerden, wie Husten, Atemnot oder allergischen Reaktionen.
Lungenfunktionstest:
Messung der Atemleistung, um eine mögliche obstruktive Erkrankung frühzeitig zu erkennen.
Beratung zu Schutzmaßnahmen:
Aufklärung über den Einsatz von Atemschutzmasken und den Umgang mit luftgetragenen Schadstoffen.