Die Leistung im Überblick
Ziel der Vorsorgeuntersuchung
Asbestfasern sind extrem gesundheitsschädlich und können schwere Erkrankungen wie Lungenkrebs, Asbestose und das Mesotheliom (Krebserkrankung des Brust- oder Bauchfells) verursachen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge soll sicherstellen, dass Beschäftigte, die Asbestfasern ausgesetzt sind, frühzeitig untersucht werden, um gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verhindern.
Vorsorgepflicht und -angebot
Die Teilnahme an der Vorsorge ist verpflichtend, wenn eine wiederholte Exposition mit Asbest nicht ausgeschlossen werden kann, insbesondere wenn es sich um wiederholte Reparatur-, Wartungs-, Reinigungs-, Abrissarbeiten oder nicht geschlossene Probenahmen handelt.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Arbeitgeber sind verpflichtet, die Gefährdung durch Asbest am Arbeitsplatz so gering wie möglich zu halten. Dazu gehören der Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen wie Atemschutzmasken, technische Maßnahmen zur Staubvermeidung und regelmäßige Schulungen. Die Teilnahme der Beschäftigten an der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist essenziell, um das Risiko schwerwiegender Erkrankungen zu minimieren.
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung
Anamnese:
Abfrage der beruflichen Exposition gegenüber Asbest sowie von Atemwegsbeschwerden und Erkrankungen, die durch Asbestfasern ausgelöst werden könnten.
Körperliche Untersuchung:
Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustands mit besonderem Fokus auf Lunge und Atemwege.
Lungenfunktionstest:
Durchführung eines Tests zur Messung der Lungenkapazität und -funktion, um eventuelle Beeinträchtigungen frühzeitig zu erkennen.
Röntgenuntersuchung des Thorax (falls erforderlich):
Um Lungenveränderungen oder asbestbedingte Erkrankungen frühzeitig zu diagnostizieren, wird je nach Expositionsgrad ein Röntgenbild der Lunge angefertigt.