Die Leistung im Überblick
Ziel der Vorsorgeuntersuchung
Schwere körperliche Arbeit oder Tätigkeiten mit einseitigen Belastungen, wie Heben und Tragen schwerer Lasten sowie durch Hand- Arm- und Ganzkörper-Vibrationen führen oft zu Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Rückenprobleme oder Gelenkverschleiß. Die Vorsorge soll gesundheitliche Schäden durch körperliche Belastungen verhindern und frühzeitig Gegenmaßnahmen aufzeigen.
Vorsorgepflicht und -angebot
Bei Tätigkeiten mit wesentlich erhöhten körperlichen Belastungen, die durch Lastenhandhabung, repetitive manuelle Tätigkeiten oder die in der ArbMedVV genannten erzwungenen Körperhaltungen mit Gesundheitsgefährdungen für das Muskel-Skelett-System verbunden sind, muss der Arbeitgeber Angebotsvorsorge anbieten. Daraus allein folgt keine Pflichtvorsorge. Für zusätzliche Einwirkungen, etwa Vibrationen, sind die eigenen Vorsorgeanlässe gesondert zu prüfen.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Es müssen geeignete Arbeitsmittel zur Entlastung des Bewegungsapparates bereitgestellt werden, wie Hebehilfen oder ergonomische Arbeitsplätze. Schulungen zur richtigen Hebetechnik und Pausenregelungen sind ebenfalls wichtige Maßnahmen.
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung
Anamnese:
Abfrage von Beschwerden des Bewegungsapparates, wie Rückenschmerzen, Gelenkproblemen oder Muskelschmerzen.
Körperliche Untersuchung:
Überprüfung der allgemeinen körperlichen Belastbarkeit, des Bewegungsapparates und der Muskulatur.
Beratung zu Ergonomie:
Schulung zu ergonomischen Arbeitsweisen und Präventionsmaßnahmen wie rückenschonendes Arbeiten, Pausen und körperliche Ausgleichsübungen.