Die Leistung im Überblick
Ziel der Vorsorgeuntersuchung
Benzol ist eine stark krebserregende Substanz, die durch Einatmen oder Hautkontakt in den Körper gelangen kann. Eine langfristige Exposition kann schwerwiegende Erkrankungen wie Leukämie und Störungen der Blutbildung verursachen. Die arbeitsmedizinische Vorsorge soll frühzeitig mögliche gesundheitliche Schäden durch Benzol erkennen und präventive Maßnahmen fördern.
Vorsorgepflicht und -angebot
Pflichtvorsorge: Bei den in Anhang Teil 1 Absatz 1 Nummer 1 ArbMedVV aufgeführten Gefahrstoffen ist sie zu veranlassen, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert nicht eingehalten wird; außerdem bei nicht auszuschließender wiederholter Exposition gegenüber dort erfassten krebserzeugenden oder keimzellmutagenen Stoffen, Gemischen, Tätigkeiten oder Verfahren der Kategorie 1A oder 1B. Bei hautresorptiven Gefahrstoffen besteht dieser Anlass auch, wenn eine Gesundheitsgefährdung durch Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden kann. Maßgeblich sind die Voraussetzungen im konkreten Fall. Angebotsvorsorge: Bei den in Anhang Teil 1 Absatz 1 Nummer 1 ArbMedVV genannten Gefahrstoffen muss der Arbeitgeber Vorsorge anbieten, wenn eine Exposition nicht ausgeschlossen werden kann und keine Pflichtvorsorge zu veranlassen ist. Eine geringe oder kontrollierte Exposition allein begründet daher noch keine Zuordnung zur Angebotsvorsorge.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Der Arbeitgeber muss die mit Benzol verbundenen Gefährdungen beurteilen, insbesondere die Aufnahme über die Atemwege und die Haut. Schutzmaßnahmen sind nach der Gefahrstoffverordnung festzulegen; technische und organisatorische Maßnahmen haben Vorrang vor individuellen Schutzmaßnahmen. Die erforderliche Vorsorge richtet sich nach der ArbMedVV.
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung
Anamnese:
Abfrage von Vorerkrankungen und Symptomen, wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Nasenbluten.
Körperliche Untersuchung:
Allgemeine Untersuchung des Gesundheitszustandes, besonders hinsichtlich der Haut und Atemwege.
Blutuntersuchung:
Regelmäßige Überprüfung des Blutbildes, um Anzeichen von Störungen der Blutbildung frühzeitig zu erkennen.
Leber- und Nierenfunktionstests:
Kontrolle der Entgiftungsorgane, da Benzol diese belasten kann.