Die Leistung im Überblick
Ziel der Vorsorgeuntersuchung
Arbeiten bei extremer Hitze, wie in Stahlwerken, Glasbläsereien oder bei Außenarbeiten unter starker Sonneneinstrahlung, können zu Hitzeschäden wie Hitzekollaps, Sonnenstich oder Hitzeschlag führen. Die Vorsorge soll gesundheitliche Risiken durch Hitzebelastung minimieren und die Belastbarkeit der Beschäftigten sicherstellen.
Vorsorgepflicht
Pflichtvorsorge ist bei Tätigkeiten mit extremer Hitzebelastung zu veranlassen, die zu einer besonderen Gefährdung führen können. Der Anhang der ArbMedVV bestimmt hierfür keinen pauschalen Temperaturwert von 30 °C; maßgeblich ist die konkrete Gefährdung.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Neben der Durchführung der Vorsorgeuntersuchungen sollten Maßnahmen wie regelmäßige Pausen, Zugang zu Trinkwasser und die Bereitstellung von Schutzkleidung getroffen werden, um die Hitzebelastung zu minimieren.
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung
Anamnese:
Abfrage von Vorerkrankungen, die die Anpassung an Hitze erschweren könnten, z.B. Herz-Kreislauf-Probleme.
Körperliche Untersuchung:
Überprüfung des allgemeinen Gesundheitszustands, speziell der Herz-Kreislauf-Funktion und der Fähigkeit zur Wärmeregulation. Dazu kommen Urinstatus, Blutbild und Blutdruckmessung.
Belastungstest:
Simulation von Hitzebelastungen, um die körperliche Reaktion auf extreme Temperaturen zu überwachen.