Die Leistung im Überblick
Ziel der Vorsorgeuntersuchung
Extreme Kältebelastung kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen führen, wie Erfrierungen, Unterkühlung, chronischen Durchblutungsstörungen bis hin zu Herzrhythmusstörungen. Die Vorsorge dient der individuellen gesundheitlichen Beratung und der Früherkennung arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen; sie ist kein Nachweis gesundheitlicher Eignung.
Vorsorgepflicht
Pflichtvorsorge ist bei Tätigkeiten mit extremer Kältebelastung von −25 °C und kälter zu veranlassen. Der Vorsorgeanlass im Anhang der ArbMedVV enthält keine zusätzliche Beschränkung auf eine bestimmte Raumart oder Mindestdauer.
Ihre Verantwortung als Arbeitgeber
Arbeitgeber müssen geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen, um ihre Beschäftigten vor Kälte zu schützen. Dazu gehören das Bereitstellen von warmer Kleidung, die Organisation von wärmenden Pausen und der Einsatz von beheizbaren Arbeitsplätzen oder Fahrzeugen.
Ablauf der Vorsorgeuntersuchung
Anamnese:
Erfassung gesundheitlicher Risiken, wie Durchblutungsstörungen oder Vorerkrankungen, die durch Kälte verschlimmert werden könnten.
Körperliche Untersuchung:
Fokus auf Haut, Kreislaufsystem und Extremitäten, um Anzeichen von Kälteschäden zu erkennen. Ergänzend: Urinstatus, Blutuntersuchung, Ruhe-EKG sowie Lungenfunktionsprüfung.
Beratung zu Schutzmaßnahmen:
Schulung über den richtigen Umgang mit der Kälte, z. B. durch das Tragen geeigneter Schutzkleidung.